Bewerbungsvideos werden immer beliebter. Noch scheut mancher Personaler diese neue Form der Kurzvorstellung. Doch in Zukunft werden sie immer wichtiger. Was man bei der Produktion eines Bewerbungsvideos beachten muss und wie man es am besten einsetzt, beleuchten wir in einer dreiteiligen Artikelserie. Ein Blick hinter die Kulissen von PersonalTV.

Teil 2: Was passiert beim Dreh? Wie bereite ich mich vor?

Jürgen Glaesemer hat das Angebot, mit einem Bewerbungsvideo für sich zu werben, gerne angenommen. Der Würzburger hat bereits entsprechende Erfahrungen vor und hinter der Kamera, als er als Aufnahmeleiter für verschiedene Fernsehproduktionen aktiv war. Er war also nicht so aufgeregt wie manch anderer Kandidat vor dem ersten Dreh. Aber auch diesen wird die Aufgeregtheit schnell genommen, erfahren die Bewerber doch in einem Vorgespräch, dass sie nichts auswendig lernen sollen.

Beim Dreh muss niemand direkt in die Kamera schauen oder sich alleine präsentieren. Manch einer würde verkrampfen oder ganze Sätze auswendig lernen. Moderatorin Anke Ames befragt die Bewerber nach Qualifikationen und Highlights im bisherigen Werdegang. Sie hebt individuelle Stärken heraus und fragt nach den Vorstellungen über das zukünftige Arbeitsumfeld. Beispiele und Erfolgsgeschichten machen das Interview lebendig.

Vorbereitung ist alles

Werden die wichtigsten Fakten zur Präsentation sowie die Wünsche des Bewerbers ausführlich vorher besprochen und erarbeitet, kann die Moderatorin das Interview entsprechend steuern und der Bewerber kann sich auf seine wichtigsten Aussagen konzentrieren.

Vor Drehbeginn sollte man sich daher genau überlegen, was die Hauptaussagen des Spots sein sollen. Dazu empfiehlt es sich, sich auf etwa zwei bis drei Fragen zu konzentrieren, die man auf jeden Fall beantworten möchte.

Kleidung passend zum Job

Beim Dreh sollte man sich so kleiden, wie man es auch beim Bewerbungsgespräch machen würde: Dezent und seriös. Die Kleidung sollte sich am angestrebten Job orientieren. Von wem Anzug und Krawatte erwartet werden, sollte diese wählen. Für einen Arbeitsplatz im Kreativbereich genügen mit Sicherheit auch Jeans und Hemd. Kleinteilige Muster und Streifen sollten vermieden werden, da dies zu Bildflimmern führt.

Drei Minuten müssen reichen

Bei der Präsentation vor der Kamera geht es vor allem darum, die Persönlichkeit des Bewerbers zur Geltung zu bringen. Die Dauer des Videos sollte nicht zu lang sein. Nach zweieinhalb Minuten ist das Interview beendet. Drei Minuten gelten als Maximum. Der Film sollte den Bewerber und seine Fähigkeiten allgemein vorstellen, damit das Video für unterschiedliche Bewerbungen verwendet werden kann.

© Christian Knies, Projektmanagement PersonalTV, christian.knies@personaltv.de

Christian Knies ist als Marketingberater Projektpartner für Unternehmen in den Bereichen Personalmarketing, Kommunikation und Video. Er begleitet Unternehmen im Projektmanagement und bietet Profilberatung und Video-Interviews für ein erfolgreiches Selbstmarketing. www.markenstrategen.com

PersonalTV bietet mit den Produkten Ausbildungsagent und Bewerbungsvideo Lösungen für eine einfache Bewerberansprache und –auswahl. Personal TV ist ein Kooperationsprodukt von SOC Media und Beckhäuser® Personal & Lösungen. www.personaltv.de